10. Januar 2022

Café Segen in Zeiten von Corona


Das war ein Schrecken im März 2020, da ging es uns nicht anders als allen Anderen! Gerade hatten wir noch gemeinsam Fasching gefeiert, da war plötzlich das Licht aus, Türen zu, aus die Maus!

Na ja, dachten wir, dann ist halt mal für vier Wochen Lockdown, man muss ja alles einmal mitgemacht haben.
Aus den vier Wochen wurden sechs Monate. Und das ausgerechnet, als endlich der Umbau der Außenanlage abgeschlossen war! So eine schöne Terrasse und niemand, der sie nutzen darf!

Nach dem Prinzip Hoffnung haben wir uns trotzdem schicke Gartenstühle und –tische angeschafft. Der nächste Sommer kommt bestimmt!, und dann ist ja Corona auch Geschichte! Dachten wir - doch Pustekuchen! Im September begannen dann die Zahlen wieder zu steigen und es war klar, da wird nix besser, wir müssen uns überlegen, wie es weiter bzw. wieder losgehen kann.

Mutig haben wir uns entschlossen das Hygieneschutzkonzept des Gesundheitsministeriums umzusetzen und unter diesen strengen Auflagen wieder zu starten, viel Abstand, kaum noch Spielmöglichkeiten, max. fünf Besucher, nur noch ein Helfer pro Nachmittag…und, und, und. Aber: „Ein bisschen Café ist besser als gar kein Café!“

Und der Erfolg gab uns Recht, wir sind unbeschadet durch den Winter gekommen, die „alten“ Gäste kamen zurück, neue kamen dazu: Läuft!

Inzwischen konnten wir dann auch vor Ort testen und praktisch alle Teilnehmenden waren geimpft. Dennoch, unseren zehnten Geburtstag im November 2020 konnten wir nicht feiern, schon wieder Lockdown, hatten wir doch schon! Wollten wir doch nicht mehr! Egal, der nächste Frühling kommt bestimmt! Kam dann auch, immer noch Corona da draußen! Es ist zum Mäusemelken, da hilft nur weiter hoffen, weitermachen.

Und dann wurde es doch noch Sommer, Corona blieb, aber wir haben mal wieder das Beste daraus gemacht, konnten auf unserer Terrasse sitzen und haben uns aus Spendengeldern Sonnenschirme und fahrbare Schirmständer geleistet. Jetzt ist es rundum gemütlich!

Inzwischen bewegen sich die Inzidenz-Werte in einer Höhe, die wir uns in beiden Lockdowns nicht hätten vorstellen können. Und der elfte Café-Geburtstag? Wieder sang- und klanglos ausfallen lassen? Vielleicht ja besser, oder?

Aber das kam dann doch nicht in die Tüte, mit viel Abstand, reichlich Desinfektionsmittel, zwei Flaschen Sekt und der obligatorischen Geburtstagstorte haben wir dann doch im Kreise des Helferteams ein bisschen gefeiert.

Herr Denne übernahm es in Vertretung für Frau Pfarrerin Bauer und im Auftrag des gesamten Presbyteriums, dem Café zum Geburtstag zu gratulieren. Und dann galt es auch noch zwei Helferinnen zu ehren, die seit Beginn im Café mit viel Tatkraft und Herz für unsere Gäste da sind: Frau Dorothe Schneider und Frau Ingrid Rixecker gehören sprichwörtlich zum Inventar, das ist echtes Ehrenamt!





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