Kunstausstellung „Einsam. Gemeinsam. Mut zum Sein“: Installation macht Kirche zum Erfahrungsraum
In der Saarbrücker Johanneskirche ist vom 19. September bis 1. November die saarländische Künstlerin Gertrud Riethmüller zu Gast. Riethmüller entwickelt ihre Werke häufig aus der direkten Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Ort und schafft Installationen oder Interventionen, die sich aus Raum, Geschichte und Atmosphäre speisen. In der Johanneskirche stellt sie eine dreiteilige begehbare Komposition aus: zwischen Schwere und Leichtigkeit, Isolation und Beziehung, Verletzlichkeit und Hoffnung. So verbinden sich natürlichen Materialien, Projektionen und symbolische Formen zu einem stillen Erfahrungsraum über menschliche Existenz und Gemeinschaft.
Die Ausstellung „Einsam. Gemeinsam. Mut zum Sein“ in der Saarbrücker Johanneskirche (Cecilienstraße 2) wird am Samstag, 19. September um 16 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Anschließend kann die Ausstellung während der Öffnungszeiten der Kirche besichtigt werden: Dienstag bis Sonntag, jeweils 15 bis 18 Uhr.
Weitere Begleitveranstaltungen zur Ausstellung sind ein Tanzworkshop mit Be van Vark am Mittwoch, 7. Oktober, ein Gesprächsabend zum Thema Einsamkeit mit der TelefonSeelsorge Saar am Mittwoch, 21. Oktober, und eine Tanzperformance mit Aktiven der Plattform Studios und des Jugendtanzensembles iMove unter Leitung von Claudia Meystre am Samstag, 24. Oktober. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.
Zur Ausstellung
Wir leben in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen. Gewissheiten geraten ins Wanken, gesellschaftliche Strukturen verschieben sich, und Nähe sowie Distanz müssen immer wieder neu ausgehandelt werden. In einer globalisierten Welt, die digital vernetzt und zugleich von Spannungen geprägt ist, stellt sich die Frage neu, was es bedeutet „zusammen“ zu sein.
Vor diesem Hintergrund hat die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Titel „Einsam. Gemeinsam. Mut zum Sein“ Künstlerinnen eingeladen, diesen scheinbaren Gegensätzen in ihren Werken Ausdruck zu verleihen: zwischen Individuum und Gemeinschaft, zwischen Erfahrung und Glauben, zwischen Kunst und Raum. Die Ergebnisse mit ihren sehr unterschiedlichen Ansätzen werden in drei Städten innerhalb der Landeskirche präsentiert: in Saarbrücken, Düsseldorf und Essen.



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